Diagnose der rheumatoiden Arthritis


mit zuverlässigen serologischen Markern

Die rheumatoide Arthritis (RA) ist eine chronische, systemische Autoimmunerkrankung, die durch eine anhaltende Gelenkentzündung gekennzeichnet ist und zu Gelenkschmerzen, Schwellungen, Steifheit und potenzieller Gelenkzerstörung und Behinderung führt. Sie betrifft in erster Linie kleine Gelenke, die symmetrisch angeordnet sind, und kann auch extraartikuläre Manifestationen aufweisen.

Star_round_AI

Extrem sensitive Tests für die Diagnose einer RA

Star_round_AI

Verbesserte Diagnose der RA und des Patientenmanagements durch eine unterstützte Differenzierung schwerer und leichter Formen der Krankheit mittels Anti-MCV Bestimmung

Star_round_AI

Vollständige Automatisierung und Rückverfolgbarkeit mit Alegria 2

LP_RA_HERO
LP_RA_HERO
Image bloc_AI_Publication_1

RA und ACPAs

Einer der größten Fortschritte im Verständnis und in der Diagnose von RA war die Entdeckung von Antikörpern gegen citrullinierte Proteine (ACPAs).

Der am häufigsten verwendete Test zum Nachweis dieser Antikörper ist der Anti-CCP-Test (zyklisches citrulliniertes Peptid), aber auch andere Tests wie Anti-MCV (mutiertes citrulliniertes Vimentin), haben sich als diagnostisch relevant erwiesen.

Aus klinischer Sicht sind ACPAs hochspezifisch für RA, mit einer Spezifität von oft mehr als 95 %. Damit sind ACPAs ein wertvolles Hilfsmittel bei der Unterscheidung von RA und anderen Formen von Arthritis. Sie können bereits Jahre vor dem Auftreten von Symptomen vorhanden sein und erlauben eine frühere Diagnose und Risikostratifizierung der Erkrankung.

Anti-MCV als nächster Biomarker in den RA Klassifikationskriterien

ACR/EULAR-Klassifikationskriterien 2010

Die ACR/EULAR 2010-Kriterien wurden entwickelt, um Patienten mit RA in einem früheren Stadium des Krankheitsverlaufs zu identifizieren und so eine rechtzeitige Diagnose und Intervention zu ermöglichen.

Um nach diesem System als RA-Patient eingestuft zu werden, muss ein Patient eine Gesamtpunktzahl von 6 oder mehr von 10 möglichen Punkten erreichen, die auf vier Kategorien basiert: Gelenkbeteiligung, Serologie, Akute-Phase-Parameter und Symptomdauer.

Die Gelenkbeteiligung ist ein zentrales Merkmal, wobei die Punktzahl auf der Anzahl und Art der betroffenen Gelenke basiert. Der Befall eines großen Gelenks reicht für die Klassifizierung nicht aus, während der Befall mehrerer kleiner Gelenke, insbesondere von mehr als zehn Gelenken, darunter mindestens ein kleines Gelenk, bei der Einstufung am stärksten ins Gewicht fällt.

Die serologische Untersuchung umfasst die Bestimmung des Rheumafaktors (RF) und der ACPAs, wie z. B. Anti-CCP or Anti-MCV. Das Vorhandensein dieser Antikörper, insbesondere in hohen Konzentrationen, erhöht den Klassifizierungsscore erheblich, da sie stark mit der RA-Pathologie und der Prognose assoziiert sind.

ACR/EULAR 2010 Klassifikationskriterien
RA_MCV

Anti-MCV

Anti-MCV (anti-mutiertes citrulliniertes Vimentin) Antikörper sind ein spezifischer Subtyp von ACPAs und spielen in der Pathogenese und Diagnose der RA eine zentrale Rolle.

 

Vimentin ist ein intrazelluläres Intermediärfilamentprotein, das in mesenchymalen Zellen vorkommt. Während entzündlicher Prozesse, insbesondere im Synovialgewebe, wird Vimentin posttranslational citrulliniert. Das daraus resultierende mutierte citrullinierte Vimentin (MCV) wird antigen und kann bei genetisch anfälligen Personen eine Autoimmunreaktion auslösen.

 

Anti-MCV-Antikörper sind gegen diese veränderte Form von Vimentin gerichtet und ihr Vorhandensein ist hochspezifisch für die RA. Diese Antikörper können mit ELISA-Tests nachgewiesen werden und dienen sowohl der Diagnose als auch der Prognose. Aus klinischer Sicht können sie auch bei Patienten nachgewiesen werden, die RF-negativ oder Anti-CCP-negativ sind. Anti-MCV stellt bei diesen seronegativen RA-Fällen einen zusätzlichen diagnostischen Wert dar.

Anti-MCV Antikörper bei der Diagnose einer frühen RA

Neue Horizonte

CAR-T (chimäre Antigen Rezeptor T-Zelltherapie) und T-Zell-Engager sind neue therapeutische Ansätze für die Behandlung von RA bei Patienten, die auf die herkömmlichen Therapien nicht ansprechen.

 

Anti-MCV-positive und Anti-CCP-negative Patientenprofile können auf ein günstiges therapeutisches Ansprechen oder eine erhöhte Eignung für die Zelltherapie hinweisen.

BCMA-Targeted T-Cell–Engager Therapie für Autoimmunerkrankungen
Sebia_alegria2_Totale_45mm_1

Alegria 2

Jeder Assay, jederzeit!

Das vollautomatisierte Random Access Alegria 2 System bietet einen kosteneffizienten Testansatz von der Probe bis zum Ergebnis mit Sebias einzigartigem und umfassendem Assay-Portfolio für Autoimmun- und Infektionskrankheiten, das auf ELISA-basierten Alegria Monotest-Technologie beruht. Diese einfach zu bedienende und flexible Technik ermöglicht es Ihnen, jeden Assay aus dem umfangreichen Portfolio jederzeit direkt zu testen und so die Patientenversorgung zu optimieren.

Alegria 2 Broschüre herunterladen

Ich denke, das Laborgerät wird uns die Möglichkeit geben, den Ärzten die Ergebnisse innerhalb eines Zeitrahmens zur Verfügung zu stellen, der den klinischen Erfordernissen entspricht, und es wird dazu beitragen, die Behandlung der Patienten zu optimieren.

Lovorka Đerek

Assistenzprofessor, Ph.D., EuSpLM, Universitätklinikium von Dubrava, Kroatien